BRU-Magazin Heft 51 (2010)

Editorial

     Liebe Leserinnen und Leser,

     wie RICHTICH WICHTICH ist jeder Einzelne? Auf der einen Seite versucht jeder und jede seine/ihre Einzigartigkeit zu leben, auf der anderen Seite scheint es immer schwieriger zu werden in einer globalisierten Welt, im Zeitalter der Medien, noch unverwechselbar und individuell zu sein.

     Mit dem Gedanken der Kompetenz- orientierung hat der Gedanke der Individualität auch in pädagogische Konzepte Aufnahme gefunden. Bestechend scheint die Absicht, dass mit einem selbst gesteuerten, individuellen Lernen im Unterricht jeder Schüler, jede Schülerin seinen/ihren individuellen Lernweg finden kann. Denn wer von uns kennt nicht den mühsamen Versuch, möglichst viele Schülerinnen und Schüler einer Klasse auf den Weg zu demselben Lernziel zu bringen – und ein Großteil der Klasse steigt vorher aus. Wie positiv motivierend kann es sein, wenn am Ende jeder Einzelne sagen kann: »ICH kann«.
     In vielen Bundesländern hat der Gedanke des selbst gesteuerten Lernens längst Einzug genommen in die Lehrpläne und Seminar- ausbildungen (siehe Beitrag ab Seite 8). Marion Holzhüter beschreibt begeisternd, wie sich Unterricht in der neuen Lehr-/Lernkultur planen und durchführen lässt. Da vieles aus dem Praxisteil den Rahmen des Heftes sprengen würde, darf ich Sie schon an dieser Stelle auf die Downloads im Netz ("+ nur hier") aufmerksam machen.
     Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass wir im Redaktions- kreis mit der veränderten Lehr-/Lernkultur gerungen haben: Läuft dieses Konzept nicht vielleicht einer Entwicklung hinterher, die in unserer Gesellschaft längst verbreitet ist: Individualität um jeden Preis, Arbeiten am eigenen Profil, Erstellung eines Portfolios ab dem Kindergarten­alter, das am besten direkt zu den wirtschaftlichen Notwendigkeiten passt? Spiegelt sich dies gar in den Entwürfen zum Europäischen Qualifizierungsrahmen, zu dem Sie in diesem Heft einen Beitrag finden?
     Und: Wie wichtig ist bei der individuellen Persönlichkeits- und Lernentwicklung der ehrliche Austausch mit Gleichaltrigen und mit authentischen Lehrpersonen zu Fragen, die das eigene Leben und den eigenen Glauben betreffen? Lässt sich das »alte« Dreieck des Lernens, das in der Beziehung von ICH, WIR und THEMA im GLOBE gedacht war, mit der Kompetenzorientierung verbinden?
     Und muss nicht gerade im Religionsunterricht zum » ICH kann« das »ICH bin« kommen, da von unserem christlichen Glauben her das ICH schon immer in Beziehung zum DU steht, unser religiöses Ringen schon auf Beziehung angelegt ist?

Folke Keden Obrikat     Wir möchten Sie ermutigen, einen kompetenzorientierten, individuellen und selbst gesteuerten Religionsunterricht auszuprobieren und Sie zugleich ausdrücklich um Ihren Diskussionsbeitrag bitten per Leserbrief oder im Netz unter www.bru-magazin.de
     Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!

     Mit herzlichen Grüßen!
     Folke Keden-Obrikat

In dieser Ausgabe:

1     Editorial
       Folke Keden-Obrikat

2     Titelthema Ich-Findung Jugendlicher im Medienzeitalter
        –
Einige Randbemerkungen
       Wilhelm Schwendemann | Sven Howoldt

6     Forum | Pro&Contra | Notengebung
       Pro | Bernd Schröder    Contra | Peter Cleiß

       ---------------------------------------------------------------------------

       Unterrichtspraxis – Bausteine für den Unterricht

8     Neue Lehr-/Lernkultur –
       Bausteine eines unterrichtspraktischen Konzeptes für den BRU
       Horst Kaufmann | Gabriele Siemon
       –> Download: 01_neue_lehr-lern-kultur.pdf
       + nur hier –> Download: 02_4-4-1_didakt_spinne_refexion.pdf
       –> Download: 03_4-4-1_didakt_spinne_evaluation.pdf
       + nur hier –> Download: 04_4-4-2_spinne_auswertung.pdf
       + nur hier Literatur –> Download: Literaturliste zum Artikel.pdf

20   Kommen Sie auf den Geschmack!
        Möglichkeiten der Arbeit mit dem Raster RICHTICH WICHTICH
        Marion Holzhüter
        –> Download: 05_arbeit mit raster RICHITIG WICHTIG.pdf
        + nur hier –> Download: 06_werkstattbericht.pdf

22    Kompetenzraster zur Werkstatt  RICHTICH WICHTICH
        Marion Holzhüter | Folke Keden-Obrikat | Klaus Kimmerle
        –> Download: 07_kompetenzraster_RICHTIG_WICHTIG.pdf

       Arbeitsblätter

23   M1.1 Es ist nicht immer leicht, ich zu sein_1
       –> Download: 08_M1-1_A1_nicht_immer_leicht_1.pdf

24   M1.2 Es ist nicht immer leicht, ich zu sein_2
       –> Download: 09_M1-2_A1_nicht_immer_leicht_2.pdf
       + nur hier –> Download: 10_M7_A2_lebens-glaubensweg.pdf
 
25   M2.1 Das Prinzip Leistung_1
       –> Download: 11_M2-1_A4_prinzip_leistung_1.pdf

26   M2.2 Das Prinzip Leistung_2
       –> Download: 12_M2-2_A4_prinzip_leistung _2.pdf

27   M3   Follow your bliss – Lass Dich von Deiner Freude lenken
       –> Download: 13_M3_B1_follow_your_bliss.pdf

28   M4   Die große Frage
       –> Download: 14_M4_B2_grosse_frage.pdf

29   M5   Dahinter stehe ich
       –> Download: 15_M5_B2_dahinter_stehe ich.pdf
       + nur hier –> Download: 16_M8_C2_nur fuer dich.pdf
       + nur hier –> Download: 17_M9_C2_lisa_liebt_lutz.pdf

30   M6   Interkultureller Knigge
       –> Download: 18_M6_C4_internat_knigge.pdf
       + nur hier –> Download: 19_M10-1_D1/2_relig_bio_1.pdf
       + nur hier –> Download: 20_M10-2_D1/2_relig_bio_2.pdf

      ---------------------------------------------------------------------------

31   Schulkultur
       Individuelles Lernen für Lehrer/innen – ein Erfahrungsbericht
       zur neuen Lehr-/Lernkultur | Marion Holzhüter

32   Vertretungsstunde
       Talente über Talente – und was machen wir daraus?
       –> Download: 21_vertretungsstd_1.pdf

       Die Parabel von den unterschiedlichen Talenten | Klaus Kimmerle
       –> Download: 22_vertretungsstd_2.pdf

34   Bildungspolitik
       Berufsverbot für Miroslav Klose – oder: Was EQR und DQR
       (nicht) leisten | Peter Cleiß

37   Zwischenruf: Religiöse, ethische und interkulturelle Kompetenzen
       gehören in den DQR!

       Wissenschaft + Forschung
38   »Was mir wichtig ist im Leben« – wirklich?
       Einwürfe zu einer Studie unter Berufsschüler/innen | Uwe Gerber

41   Wer von Religion keine Ahnung hat, glaubt am Ende alles! Eine
       Studie unter Ausbilder/innen im Dualen System | Isa Breitmaier

45   Bildung – Werte – Religion. Ein Untersuchungsprojekt am Eibor
       Joachim Ruopp | Georg Wagensommer

46   Film | Forum
       Wer früher stirbt ist länger tot | Unterrichtsentwurf
       Sven Howolt | Wilhelm Schwendemann | Andrea Ziegler
       –> Download: 23_filmforum_entwurf.pdf
       –> Download: 24_filmforum_filminfo.doc

48   Bücher | Forum
       AufGelesen | Peter Cleiß | Andreas Obermann | Theodor Ziegler

51   Impressum
       Herausgeber | Trägerschaft | Redaktion | Bezugspreise | Vertrieb

52   Spirituelle Momente
        Das Glaubenshaus | K. Peter Henn

U4   Schlusslicht
        Zwölf Merksätze zum Thema Neurobiologie und Lernen
        Dr. Meinfried Jetzschke

+ nur hier: Diese Downloads stehen nur auf dieser Web-Site und nicht in der Printversion.

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